Botswana − die "Schweiz Afrikas"

Botswana hat in den vergangenen 40 Jahren eine für Afrika
einzigartige Erfolgsgeschichte geschrieben. Als der Staat
am 30. September 1966 seine Unabhängigkeit erhielt, galt er
als eines der ärmsten Länder der Welt und hatte gerade mal
13 Kilometer geteerte Straßen. Heute ist Botswana eine der wohl-
habendsten Nationen auf dem Kontinent und hat den Beinamen
"die Schweiz Afrikas".

Wesentlichen Anteil daran hat die Entdeckung reicher Diamantenfelder. Botswana ist heute der weltgrößte Diamanten-Produzent. Auch Kupfer, Nickel und Soda-Asche sind wichtige Bodenschätze. Daneben spielt die Rinderhaltung eine große Rolle für die Wirtschaft des Landes − und nicht zu vergessen der Tourismus, der alljährlich zahlreiche Besucher auf Safari in die Nationalparks und vor allem in das Okavango-Delta im Norden des Landes führt.

Botswana ist fast so groß wie Frankreich, hat aber nur knapp zwei Millionen Einwohner.
Die meisten leben im Großraum Gaborone. Die Hauptstadt - unmittelbar an der Grenze zu Südafrika gelegen − gilt als die am schnellsten wachsende Kapitale Afrikas. Rund 43 Prozent der Bevölkerung sind jünger als 15 Jahre. Der Wohlstand, den die Diamanten brachten, wurde klug in die Infrastruktur sowie in das Bildungs− und Gesundheitssystem investiert.

Doch das Land hat auch Sorgen. Eine der größten ist die Wasserknappheit. 84 Prozent
der Staatsfläche sind von der Kalahari−Wüste bedeckt. Und Botswana hat trotz großer Anstrengungen noch immer eine der höchsten Aids−Raten der Welt.

Dennoch sehen die Batswana − so heißen die Einwohner − mit viel Optimismus in die Zukunft. Seit der Staatsgründung ist Botswana eine stabile Demokratie. Bürgerkriege und Rassenunruhen sind unbekannt, Korruption spielt kaum eine Rolle. Das Zebra als Wappentier soll das friedliche Miteinander von Schwarzen und Weißen symbolisieren.

Karte Afrika