Körbe aus Botswana

Korbwaren aus Botswana zählen zu den schönsten in Afrika. Jedes Exemplar ist ein handge-
flochtenes Einzelstück − kein Korb gleicht dem anderen. Schon seit hunderten von Jahren
spielen die Körbe im Alltagsleben eine große Rolle: Geschlossene Körbe mit Deckel werden
zum Lagern von Getreide, Samen und manchmal auch Bier verwendet. Offene Körbe werden
von den Frauen auf dem Kopf getragen, um die unterschiedlichsten Waren zu transportieren.

Die Herstellung der kunstvollen Erzeugnisse gewinnt zunehmend Bedeutung als Einkommens-
quelle. Korbflechten ist Frauensache − die Frauen erhalten dadurch zugleich die Möglichkeit,
sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen und ein Stück Unabhängigkeit zu erlangen.
Zentrum der Korbherstellung ist der Nordwesten des Landes.

Für Körbe aus Botswana werden die jungen Triebe der Mokola−Palme geschnitten. Um sie
verarbeiten zu können, muss man sie kochen und trocknen. Unterschiedliche Färbung erhalten
sie durch den Sud von Wurzeln oder Pilzen. Zum Weben der Körbe werden die Zweige in dünne
Streifen geschnitten. Indem man sie befeuchtet, macht man sie biegsam. Bis zu drei Wochen
dauert es, einen einzigen Korb mittlerer Größe herzustellen.

Die Muster haben oft symbolische und traditionelle Bedeutung, sie geben Aspekte des Lebens
und der unmittelbaren Umwelt wieder und tragen poetische Namen wie "Flug der Schwalbe" oder
"Knie der Schildkröte".

braune Triebe Palme Flechterin getrocknete Triebe
Palme nah braune Triebe Werkzeug Verarbeitung